"Zur Sache!" - Wallfahrt nach Bethen
- Jahrgänge 9/10 erinnern mit Wallfahrt an 90. Jahrestag des Kreuzkampfs -
"Zur Sache! Das Kreuz!" - Am 25. November 1936 demonstrierten in der Cloppenburger Münsterlandhalle rund 1000 Menschen gegen den Kreuzerlass von Minister Julius Pauly, nach dem in allen öffentlichen Gebäuden inclusive aller Schulen die Kreuze abgehängt werden sollten. Die Menschen waren empört und gingen offensiv mit Protestschreiben, Abordnungen zu Minister Pauly und Demonstrationen dagegen vor. Am Ende mit Erfolg. Im Angesicht der aufgebrachten Menge in der Münsterlandhalle, die dem lavierenden Stellvertreter Paulys, Gauleiter Carl Röver, immer wieder entgegenrief "Zur Sache! Das Kreuz!", mussten die Nazis den Erlass zurücknehmen. Die Kreuze blieben hängen. Die Haltung der Oldenburger Münsterländer hatte sich gegen die Willkür der Nazis durchgesetzt. An dieses Ereignis erinnerte die Wallfahrt Anfang September.
Der Auftakt der Wallfahrt mit über 1000 Teilnehmern der katholischen Schulen aus Oldenburg, Vechta und Cloppenburg fand bezeichnender Weise an der Münsterlandhalle in Cloppenburg statt, wo vor 90 Jahren die Cloppenburger dafür sorgten, dass die Nazis gegen die Haltung der Bewohner einknicken mussten.
Auf dem Weg nach Bethen gab es zwei weitere Haltepunkte im Museumsdorf und am St. Vinzenz-Haus, wo mit kurzen Impulsen darauf hingewiesen wurde, dass auch heute Haltung gegen Unrecht wichtig ist, wenn Menschen ausgegrenzt und herabgewürdigt werden. Einer könne meist nichts bewegen, viele können Veränderung bewirken.
Den Abschluss der Wallfahrt bildete eine Freiluftmesse mit Weihbischof Wilfried Theising, die von den beiden Lehrerinnin der Liebfrauenschule Vechta, Andrea Kathmann und Gudrun Bramsmann, organisiert worden war. Die musikalische Begleitung erfolgte durch das Blasorchester des Kollegs St. Thomas. Die Bedeutung von Glauben, Haltung und gesellschaftlicher Verantwortung standen dabei im Vordergrund.
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Auf dem Weg nach Bethen gab es zwei weitere Haltepunkte im Museumsdorf und am St. Vinzenz-Haus, wo mit kurzen Impulsen darauf hingewiesen wurde, dass auch heute Haltung gegen Unrecht wichtig ist, wenn Menschen ausgegrenzt und herabgewürdigt werden. Einer könne meist nichts bewegen, viele können Veränderung bewirken.
Den Abschluss der Wallfahrt bildete eine Freiluftmesse mit Weihbischof Wilfried Theising, die von den beiden Lehrerinnin der Liebfrauenschule Vechta, Andrea Kathmann und Gudrun Bramsmann, organisiert worden war. Die musikalische Begleitung erfolgte durch das Blasorchester des Kollegs St. Thomas. Die Bedeutung von Glauben, Haltung und gesellschaftlicher Verantwortung standen dabei im Vordergrund.
