Segeln auf dem Ijsselmeer
- Teil 2: Ein Segeltörn, der Eindruck hinterlassen hat -
Gemeinsam die Segel setzen: Das war das Ziel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kursfahrt des Jahrgangs 13, über die im Folgenden von Helen Fischer berichtet wird.
Zum Start unseres letzten Schuljahres ging es für einige von uns auf Studienfahrt ans Ijsselmeer. Die Rahmenbedingungen für diese Reise waren wie folgt: 30 Personen, die auf einem Segelboot fünf Tage lang die niederländischen Binnengewässer unsicher machen. Kann das gutgehen?
Während unsere Mitschüler sich in die südliche Hitze von Florenz begaben, stiegen wir in den Bus in Richtung Niederlande, genauer gesagt nach Harlingen. Dort wartete schon unser mobiles, maritimes Zuhause der nächsten Tage auf uns, auch bekannt als die „Poseidon“. In Sachen Fachpersonal hatten wir mit Rouven und Merel einen erfahrenen Skipper und eine seetüchtige Matrosin an Bord, die uns über die gesamte Fahrt super anleiteten und sicher von A nach B brachten. Ansonsten sollten wir aber auf uns selbst gestellt bleiben. In unserem eigenen Reich galt es somit, sich selbst zu versorgen. Das hieß für uns: jeden Morgen das Frühstück und abends eine warme Mahlzeit zubereiten. Diese Verantwortung stellte sich allerdings weniger als Problem und mehr als lustige, teils etwas chaotische Gruppenaktivität heraus. Das Ergebnis dieser Eigenständigkeit und Hingabe waren Abend für Abend kulinarische Köstlichkeiten, die wir uns gegenseitig zauberten und gemeinschaftlich verputzten. Das Programm betreffend machten wir uns schon an unserem ersten Tag auf See mit dem Wattenmeer vertraut. Das geplante Trockenfallen auf einer Sandbank, die durch die Ebbe freigelegt war, erlaubte es uns, das Schiff zu verlassen und in maximal hüfthohem Wasser das ursprüngliche Ökosystem zu bestaunen. Dabei trafen wir auf Meerestiere aller Art. Von Seesternen über Krabben bis zu Quallen und Fischen war alles dabei.
In den folgenden Tagen, auch wenn der Wind nicht immer nach unseren Wünschen wehte, konnten wir die freien Stunden an Bord zwischen dem Setzen und Einholen der Segel auf unterschiedlichem Wege nutzen. Ob ein Kartenspiel, angeregte Gruppengespräche oder ein herrlicher Mittagsschlaf in der Sonne auf dem Oberdeck: Wir konnten unsere Zeit definitiv in vollen Zügen genießen. Doch sobald wir abends die Segel einholten und in einem neuen Hafen ankerten, ging es für uns an Land. Denn dort gab es einiges zu sehen. Die kleinen, aber feinen Hafenstädte wie Hoorn, Makkum oder West-Terschelling boten nicht nur eine gemütliche Atmosphäre, sondern auch schöne Innenstädte mit unzähligen kleinen Boutiquen und lokalen Restaurants, die sich in den kleinen Gassen eng aneinanderreihen. Auch der ein oder andere gut besuchte Yachthafen war zu bestaunen. Zu guter Letzt durfte für uns auch ein Ausflug in die niederländische Küche nicht fehlen, weshalb wir eine kurze Tankpause nutzten, um uns mit Kibbeling, einer regionalen Spezialität, zu versorgen. Ein wichtiges Highlight unserer Reise sollte die spektakuläre Aussicht bleiben. Den Sonnenuntergang vom Boot aus zu beobachten oder den Horizont hinter den endlosen Wellen zu suchen wird vermutlich ein unvergessliches Gefühl bleiben. An unserem letzten gemeinsamen Abend, den wir auf der westfriesischen Insel Terschelling verbrachten, durfte ein Besuch der örtlichen Kneipe natürlich nicht fehlen. Zu unserer Freude schlossen sich uns auch die Lehrerinnen mehr oder weniger freiwillig an, wodurch wir die Fahrt in ausgelassener Atmosphäre ausklingen ließen.
Wenn wir zurückblicken auf unsere schönen Erfahrungen, die herrlichen Reiseziele und gesammelte Seemannserfahrung, können wir also mit Sicherheit sagen: Und wie gut es uns doch ergangen ist!
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Während unsere Mitschüler sich in die südliche Hitze von Florenz begaben, stiegen wir in den Bus in Richtung Niederlande, genauer gesagt nach Harlingen. Dort wartete schon unser mobiles, maritimes Zuhause der nächsten Tage auf uns, auch bekannt als die „Poseidon“. In Sachen Fachpersonal hatten wir mit Rouven und Merel einen erfahrenen Skipper und eine seetüchtige Matrosin an Bord, die uns über die gesamte Fahrt super anleiteten und sicher von A nach B brachten. Ansonsten sollten wir aber auf uns selbst gestellt bleiben. In unserem eigenen Reich galt es somit, sich selbst zu versorgen. Das hieß für uns: jeden Morgen das Frühstück und abends eine warme Mahlzeit zubereiten. Diese Verantwortung stellte sich allerdings weniger als Problem und mehr als lustige, teils etwas chaotische Gruppenaktivität heraus. Das Ergebnis dieser Eigenständigkeit und Hingabe waren Abend für Abend kulinarische Köstlichkeiten, die wir uns gegenseitig zauberten und gemeinschaftlich verputzten. Das Programm betreffend machten wir uns schon an unserem ersten Tag auf See mit dem Wattenmeer vertraut. Das geplante Trockenfallen auf einer Sandbank, die durch die Ebbe freigelegt war, erlaubte es uns, das Schiff zu verlassen und in maximal hüfthohem Wasser das ursprüngliche Ökosystem zu bestaunen. Dabei trafen wir auf Meerestiere aller Art. Von Seesternen über Krabben bis zu Quallen und Fischen war alles dabei.
In den folgenden Tagen, auch wenn der Wind nicht immer nach unseren Wünschen wehte, konnten wir die freien Stunden an Bord zwischen dem Setzen und Einholen der Segel auf unterschiedlichem Wege nutzen. Ob ein Kartenspiel, angeregte Gruppengespräche oder ein herrlicher Mittagsschlaf in der Sonne auf dem Oberdeck: Wir konnten unsere Zeit definitiv in vollen Zügen genießen. Doch sobald wir abends die Segel einholten und in einem neuen Hafen ankerten, ging es für uns an Land. Denn dort gab es einiges zu sehen. Die kleinen, aber feinen Hafenstädte wie Hoorn, Makkum oder West-Terschelling boten nicht nur eine gemütliche Atmosphäre, sondern auch schöne Innenstädte mit unzähligen kleinen Boutiquen und lokalen Restaurants, die sich in den kleinen Gassen eng aneinanderreihen. Auch der ein oder andere gut besuchte Yachthafen war zu bestaunen. Zu guter Letzt durfte für uns auch ein Ausflug in die niederländische Küche nicht fehlen, weshalb wir eine kurze Tankpause nutzten, um uns mit Kibbeling, einer regionalen Spezialität, zu versorgen. Ein wichtiges Highlight unserer Reise sollte die spektakuläre Aussicht bleiben. Den Sonnenuntergang vom Boot aus zu beobachten oder den Horizont hinter den endlosen Wellen zu suchen wird vermutlich ein unvergessliches Gefühl bleiben. An unserem letzten gemeinsamen Abend, den wir auf der westfriesischen Insel Terschelling verbrachten, durfte ein Besuch der örtlichen Kneipe natürlich nicht fehlen. Zu unserer Freude schlossen sich uns auch die Lehrerinnen mehr oder weniger freiwillig an, wodurch wir die Fahrt in ausgelassener Atmosphäre ausklingen ließen.
Wenn wir zurückblicken auf unsere schönen Erfahrungen, die herrlichen Reiseziele und gesammelte Seemannserfahrung, können wir also mit Sicherheit sagen: Und wie gut es uns doch ergangen ist!
