Glauben spüren, Weite wagen

"Ich bin den ganzen Tag in Florenz herumgeschlendert, mit offenem Auge und träumenden Herzen"


- Teil 1: Jahrgang 13 auf Studienfahrt in Florenz -

Heinrich Heine fand es super in Florenz. Wie es die eine Hälfte des Jahrgangs 13 auf ihrer Studienfahrt dort fand, lesen Sie hier:
Lernen kann man bekanntlich lebenslang, aber wer sagt eigentlich, dass Lernen immer im Klassenraum stattfinden muss? Schließlich gibt es eine angenehmere Variante, die Kursfahrt heißt. Wir, der Abijahrgang 2027, hatten die Möglichkeit, in unserem letzten Schuljahr noch einmal ins Ausland zu fahren. 43 von uns fuhren in die Toskana zusammen mit den vier Lehrern Herrn Dr. Staats, Frau Krull, Herrn Zurborg und Frau Czarnecki, die unsere Reise organisierten.

In Florenz konnten wir Einblicke in die Renaissance gewinnen, über die wir in unseren Schuljahren zuvor schon viel gelernt hatten. Bilder, die der Kunst-LK von Frau Czarnecki nur aus Klausuren und aus eher passablen tintesparenden Druckern kannte, konnten wir in echt sehen. Erfindungen von Galileo Galilei, der mit seinem heliozentrischen Weltbild die Autorität der Kirche infrage stellte, konnten wir hautnah erleben. Spätestens nach ein paar Schritten durch Florenz wurde auch der Einfluss der Medici klar, denn diese schienen die Vorliebe zu haben, mit ihrer Macht zu prahlen, wie auch einige Milliardäre unserer Zeit.
Glücklichweiser durften wir auch Energie für unser letztes Schuljahr sammeln, indem wir einen Tag am Strand verbrachten und die italienische Küche bei einem Pastakurs selbst entdecken konnten. Auch wenn das Essen im Pastakurs vielleicht nicht bei jedem sternekochreif war und auch die Lehrer etwas lernen durften, hat dieser uns dennoch eine Menge Spaß gemacht. Beim Canyoning konnten wir die atemberaubende Natur Italiens betrachten, durch ihre Schluchten schwimmen und von bis zu sechs Meter hohen Klippen springen. Den zweiten Abend in Florenz, den Frau Krull eingefädelt hat, spielten wir Jeopardy, wobei die restlichen Lehrer sowohl unsere Teammitglieder waren als auch unsere Gegner.
Ein letztes Highlight war ein Stadtbesuch in Lucca, bei dem wir mithilfe einer tollen Reiseführung abermals Geschichte lebendig erleben konnten. Die besten Beispiele dafür sind die Kirchen in Lucca und die Stadtmauer. Die Kathedrale San Martino in Lucca entstand im Wettstreit mit der Nachbarstadt Pisa. Die Stadtmauer wurde in der Vergangenheit zur Verteidigung gegen Flornez errichtet. Dies ist auch nicht gerade verwunderlich, denn Autofahrer wie die Florentiner wünscht sich keiner von uns in Cloppenburg.
Insgesamt lässt sich sagen: Die Kursfahrt in die Toskana hat uns nicht nur jede Menge Spaß und unvergessliche Momente beschert, sondern war zugleich ein atemberaubender Einstieg in unser letztes Schuljahr. Besonders schön war es, unsere Lehrer in dieser Zeit nicht nur als Lehrkräfte, sondern auch als Menschen näher kennenzulernen.
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