Glauben spüren, Weite wagen

Unsere Abiturientia 2026


- Feierliche Verabschiedung der Abiturientia 2026 -

Am Donnerstag verabschiedete das Gymnasium Liebfrauenschule ihre Abiturientia 2026. Ein Wortgottesdienst und eine Feierstunde in der Mensa bildeten den Rahmen für eine feierliche Verabschiedung der 67 Abiturientinnen und Abiturienten. Zahlreiche Redner wiesen auf die vergangene Zeit, den glücklichen Moment und den Aufbruch in die Zukunft hin. Dazu gab es bei hochsommerlichen Temperaturen heiße Musik. Den Höhepunkt bildete die Überreichung der Abiturzeugnisse und die Ehrung der Jahrgangsbesten. Das beste Abitur legte in diesem Jahr Elisabeth Rikus ab.
Der Tag begann um 9 Uhr mit einem Wortgottesdienst in der St. Josef-Kirche unter der Leitung von Bertholt Kerkhoff. Dass man sich immer wieder neu einlassen muss, neue Wege geht und auch Umwege geht, wurde unter dem Motto "Dein roter Faden" dargestellt. Joscha Großer an der Trompete und Dr. Martin Weber, der das letzte Mal vor seinem Ruhestand an der Orgel saß, begleiteten den Gottesdienst auf großartige Weise musikalisch.
Im Anschluss fand in der Mensa der Liebfrauenschule die Feierstunde zur Verleihung der Zeugnisse statt. 
Musikalisch ging es großartig weiter. Der Schulchor unter der Leitung von Nico Bäumer gab zwei Stücke ("This is me" und "Shallow") zum besten.
In seiner Ansprache an die Abiturientia zeigte Schulleiter Hartmut Drees auf, dass bestimmte Leistungen nicht den Menschen bestimmen. "Eure Eltern lieben euch jetzt nicht noch mehr, nur weil ihr das Abitur in der Tasche habt. Diese Liebe ist an keinen Verdienst gebunden", so Drees. Diese Haltung wolle die Schule generell vermitteln. Und dazu passe dann auch irgendwie das vom Abiturjahrgang gewählte Motto "Abios Amigos - nach 13 Jahren Siesta kommt die Fiesta". Denn Siesta bedeute ja nicht nichts zu tun, sondern innehalten: Was ist mir wichtig? Wer bin ich? Das Rüstzeug dazu haben die Abiturientinnen und Abiturienten an der Schule erhalten und als junge Menschen hätten sie noch dazu einen großen Vorteil gegenüber alten Menschen,  da sie offener in die Welt blickten und neben der Vernunft noch viel mehr Hoffnung in sich trügen. Das Abitur sei ein großer Schritt, aber nicht der Kern des Menschseins. "Eure Würde ist größer als die Zahl, die auf dem Abiturzeugnis steht."
Die Grüße und Glückwünsche des Bürgermeisters und des Stadtrates überbrachte der Stellvertretende Bürgermeister Prof. Dr. Marco Beeken. An die Abiturientia gerichtet, sagte er, dass sie jetzt etwas in der Hand hielten, mit dem sie die Welt gestalten könnten und mit dem sie in die Welt hinausgehen könnten. Und an die Eltern wandte Dr. Beeken sich, indem er ihnen zurief: "Liebe Eltern, sie dürfen stolz seien auf ihre Kinder."
"Ich heiße Tanja Tretow und ich bin die Mama von Tom", so begann die Vertreterin der Eltern ihre Glückwünsche. Damit brachte sie zum Ausdruck, was über viele Jahre in Elternrunden gang und gäbe war. So sei für alle klar gewesen, wer sie sei, was sie sei und zu wem sie gehöre. Mit dem heutigen Tag finde hier aber ein entscheidender Einschnitt statt, da die Eltern nun auf keine Elternvorstellungsrunden mehr zu gehen bräuchten und die Schulabgänger ihre eigenen Entscheidungen träfen. "Es ist Zeit loszulassen", so Tretow. In ihrer Rede bedankte sie sich stellvertretend für die anwesenden Eltern für die geleistete Arbeit der Lehrkräfte und gab den Abiturientinnen und Abiturienten mit auf den Weg: "Ihr habt Wissen. Und ihr habt das Wissen, bestehen zu können."
Die Sprecher des Jahrgangs 12, Leonie Zeqo, Sarah Henke und Christian Möller, dachten über die geleisteten Prüfungen nach, aber viel mehr noch an die Menschen, die diese Prüfungen bestritten haben. "Ihr habt die Schule für uns geprägt", so Henke und man werde im nächsten Schuljahr wehmütig an die gemeinsame Zeit an der Schule zurückdenken. "Wir wünschen euch Mut, Chancen zu nutzen und neue Wege zu gehen", so Möller.
Viola Akst als Schülersprecherin sprach ein großes Lob an Jette Borchers, langjähriges SV-Mitglied aus, und hatte auch ein zum Abi-Motto passendes Geschenk dabei: Jeder Abiturient erhielt ein Tequilla-Glas und einen Schlüsselanhänger in Form einer Zitrone.
Die Jahrgangsprecher Ellen Lanfermann, Jette Borchers, Rieke Otte und Tom Tretow blickten auf ihre neun Jahre am ULF zurück. Insbesondere die Oberstufe sei für die meisten das Highlight gewesen: Studienfahrt nach Italien oder Schottland, Kursfeten, auch gemeinsames Büffeln, Mottowoche, ... . "Da sind wir schon ganz schön eng zusammengewachsen." Das mache die Schulzeit aus - nicht das erworbene Wissen, sondern vor allem die gemeinsamen Erlebnisse. Insofern sei man heilfroh, dass diese Zeit nicht nur drei oder fünf, sondern neun Jahre angedauert habe. Abschließend bedankten sich die Schülersprecher des Abiturjahrgangs 13 bei ihren Eltern, bei den Lehrkräften, der Schulleitung, dem Sekretariat und Olaf für eine nie enden wollende Unterstützung. 
Dann endlich (33°C) gab es die Abiturzeugnisse aus den Händen des Schulleiters.
Besonders geehrt wurden verschiedene Schulabgänger für Bestleistungen auf verschiedenen Gebieten:
Als Jahrgangssprecher
Als Mitglied der SV
Jette Borchers, Ellen Lanfermann, Rieke Otte, Tom Tretow
Jette Borchers
Sport
Biologie
Chemie
Mathematik
Deutsch
Spanisch
Latein
Geschichte
Religion
Laura Bröring
Laura Bröring, Ellen Lanfermann, Elisabeth Rikus, Katharina Rump
Elisabeth Rikus
Marlon Muschalla
Evke Vortmann, Maja Eckholt
Anna Meyborg
Evke, Vortmann, Katharina Vehlow
Sönke Menke, Justus Hegger
Marlon Muschala

Und natürlich gab es noch das beste Abitur in 2026 am ULF. Gleich viermal wurde die Note 1,0 vergeben. Und zwar an Ellen Lanfermann, Maja Eckholt, Marlon Muschala und Elisabeth Rikus - und besser geht es nicht. Die meisten Punkte sammelte dabei Elisabeth Rikus. 
Ein herzlicher Glückwunsch an den Jahrgang 2026!
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