Glauben spüren, Weite wagen

Plattdeutscher Vorlesewettbewerb 2017 -
Wat'n Pleseier!


Klassensieger wetteifern im Schulentscheid

Die Sprachencharta des Europarates von 1990 listet Plattdeutsch als anerkannte und schützenswerte Sprache auf. Schützenswert, da nur noch rund 12 % der Norddeutschen "gut oder sehr gut" Plattdeutsch sprechen. Gegen diesen Trend lieferten sich am Dienstag 17 Klassensiegerinnen und -sieger einen Wettstreit um den Schulsieg in ihrer Altersklasse. Dabei zeigte sich, dass die Sprache jung und frisch daherkommt und ein Witz immernoch am besten "up Platt" erzählt wird.
"Plattdeutsch hat einen eigenen Wortschatz und eine eigene Grammatik, die stellenweise mehr mit dem Niederländischen zutun hat als mit dem Hochdeutschen. Dazu kommt die korrekte Aussprache der Ausdrücke. Mit hohem Sprachgefühl und aber auch mit reichlich Vorbildung, die man nur durch aktives Sprechen erhalten kann, haben die Teilnehmer ihr Können unter Beweis gestellt. Und nebenbei die Jury gut unterhalten", so Fachobfrau und "native speakerin" Maria Thoben.
In der Gruppe der Neunt- bis Elftklässler konnte sich Thomas Grote (9a) durchsetzen. Für die Jahrgänge 7 und 8 geht Jannik Looschen in Garrel an den Start. Und aufgrund der hohen Teilnehmerzahl in den Jahrgängen 5 und 6 dürfen gleich zwei Schülerinnen sich als Schulsiegerinnen bezeichnen und am Kreisentscheid teilnehmen: Sarah Schwarte und Amelie Käsehage.
Zum Abschluss folgt noch der Beweis, dass ein Witz auf Platt besser klingt:
Die Schweizer haben einen sehr dünnen Draht - den dünnsten der Welt - entwickelt. Leider fehlen ihnen die technischen Möglichkeiten, um die exakte Breite zu vermessen. Sie schicken den Draht nach Frankreich, China, Japan, in die USA. Keiner kann die genaue Breite ermitteln. Schlussendlich landet der Draht bei einem kleinen Handwerksbetrieb im Oldenburger Münsterland. Nach einigen Tagen kommt eine Nachricht in der Schweiz an: "Dei Draoht ist 0,0000034 Mikrometer brait. Schüllen wi doar 'n Gewinde updreihen, of schüllen wi doar 'n Lock döarbohrn?"

Am Schulentscheid nahmen teil:
Michel Kuper (5a), Emily Nienaber (5b), Adele Bockhorst (5c), Amelie Käsehage (5d)
Hannes Drees (6a), Sarah Schwarte (6b), Hannah Mönnig (6c), Emma Grote (6d)
Alina Kröger (7b), Benedikt Sauerland (7b), Jannik Looschen (7d)
Henrich Menke (8a), Julia Schwarte (8d)
Thomas Grote (9a), Jens Tapken (9b), Maria Joost (9e) und
Elisabeth Grote (Jg. 11)