Glauben spüren, Weite wagen

Elternbrief zu Ostern


Liebe Eltern!
Seit gut einem Jahr quälen wir uns jetzt mit der Frage, wie wir Bildungsauftrag und Gesundheitsschutz in Einklang bringen können. Die als provisorisch gedachten Einschränkungen unseres Normalbetriebes sind mehr und mehr zu Dauerlösungen, zum „Neuen Normal“ geworden. Sie, Ihre Kinder und unser Kollegium sehnen uns nach einer Schule, die auch als sozialer Raum erlebt werden kann. Die zurzeit noch notwendige Kontaktvermeidung, das Fehlen von Freunden und Klassenkameraden macht es Ihnen und uns nicht leicht. Je länger dieser Zustand dauert, fällt uns das notwendige Abwarten und Verharren immer schwerer.
Natürlich haben wir uns – nach ersten Anpassungsschwierigkeiten – mit den veränderten Bedingungen angefreundet und bessere Lösungen für das Distanzlernen gefunden. Bei vielen unserer Schülerinnen und Schüler, aber leider nicht bei allen gelingt diese Form der „Fernbeziehung“ schon recht ordentlich. Ich erlebe unser Kollegium hier als sehr engagiert und um viele Kontakte bemüht. Trotzdem breitet sich ein Gefühl der Lähmung aus. Wir alle wünschen uns den vertrauten  Pausenhof und das gewohnte Lehrerzimmer zurück!
Wann das wieder so sein wird, vermag ich jetzt kurz vor Ostern 2021 nicht zu sagen. Angesichts der Entwicklung ist es nicht unwahrscheinlich, dass wir auch nach den Ferien noch im Modus des Homeschooling sind. Wir alle hoffen, dass wir wenigstens das Abitur unter strengen Auflagen durchführen können.
Vor den ersehnten und notwendigen Osterferien möchten wir Sie über fünf wichtige Themen informieren.

1.      Testen, testen, testen!
Neben wirksamen Impfungen sind geeignete Testkonzepte ein gutes Mittel, die Pandemie einzudämmen. Jeder entdeckte Coronafall vermindert  mögliche weitere Infektionen. Alle Schulen in Niedersachsen sollen, wie Sie wissen, Testoptionen erhalten. Wir gehen davon aus, dass die Landesregierung auch uns als freie Schule berücksichtigen wird.

Um Ihre Kinder nach den Ferien allerdings überhaupt testen zu können, brauchen wir Ihre Erlaubnis. Am einfachsten für uns ist es, wenn Sie diese Erlaubnis (Vordruck im Downloadbereich) ausdrucken, ausfüllen und Ihrem Kind zum Präsenzunterricht mitgeben.

Natürlich steht es Ihnen auch zu, diesen Test zu verweigern. Wir werden nur mit Ihrer Einwilligung testen und möchten das Verfahren – so weit wie irgend möglich – in die Hände Ihrer Kinder legen. Das erscheint uns auch deswegen wichtig, damit der Umgang mit diesen Selbsttests selbstverständlich und angstfrei wird.

Mit welchen Schnelltests wir arbeiten werden, steht noch nicht abschließend fest, über die Details werden wir sie dann aber informieren.

2.      Romfahrt 2022!
Da wir nach jetziger virologischer Einschätzung wohl kaum im September nach Rom werden fahren können, haben wir mit dem Reiseunternehmen einen nochmaligen, aufschiebenden Ersatztermin finden können. Wir freuen uns und hoffen darauf, dass wir die langgeplante Fahrt vom 09. September bis 16. September im Jahr 2022 durchführen können. Für mich persönlich ist diese Option ein Zeichen der Hoffnung, ein Zeichen,  dass es ein gemeinsames Schulleben auch nach der Pandemie geben kann und wird.

3.      Förderkonzept!
Obwohl der digitale Unterricht gut funktioniert und alle Beteiligten (Eltern, Kinder, Lehrende) große Anstrengungen unternehmen, gehen wir davon aus, dass es Lerndefizite geben kann. Für den Bereich der Langfächer (Ma, De, En, La, Fr, Sn) wollen wir das möglichst zeitnah durch Fördermaßnahmen beheben. Uns schwebt dabei ein Konzept vor, welches idealerweise im Präsenzunterricht starten soll. Die Fachlehrer*innen der oben genannten Fächer prüfen bzw. beobachten, welche Schüler*innen welche Inhalte gezielt nachholen bzw. wiederholen müssten. In Rücksprache mit Ihnen als Eltern entscheiden die Fachlehrer*innen dann über die Teilnahme an zeitlich begrenzten Fördermaßnahmen, die in zwei Unterrichtsstunden im Vormittag von eigens dafür bereit stehenden Fachlehrer*innen ausgebracht werden. Wenn wir auch nach den Osterferien längerfristig im Szenario C bleiben sollten, werden wir eine digitale Version dieser Förderkurse anbieten.

4.      Abitur 2020/2021!
Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr ein reguläres Abitur durchführen werden. Allerdings unterscheiden sich die Durchführungsbestimmungen etwas. Wir setzen auch im Abitur die Hygieneverordnung des Landes um. Dazu werden wir größere gut zu lüftende Räume mit offenen Türen in einem abgesonderten Gebäudeteil bereitstellen. Der Mindestabstand ist während der gesamten Prüfung selbstverständlich gegeben. Schnelltests stehen den Abiturienten zur Verfügung. Durch den Präsenzunterricht in den letzten Wochen und unsere Förderwochenenden sind unsere Schüler sehr gut vorbereitet. Wie vermutlich in jedem Jahr sehen sie der Prüfung mit Spannung, aber in  gut vorbereiteter Erwartung entgegen.

5.      Cafeteria – Abschied und Neubeginn!
Nach über 10-jähriger Zusammenarbeit verlässt uns der Caritasverband Altenoythe, das heißt, Norbert Preuth und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagen „good bye“. Schade! Die Pandemiesituation und eine veränderte Strategie des Weiterbildungsträgers machte diese Entscheidung leider unvermeidbar.

Vielen Dank für die engagierte Gestaltung unseres Schullebens!

Als nachfolgenden Pächter für unsere Cafeteria konnten wir Thomas Taphorn gewinnen. Aufenthaltsbereich und Kiosk wollen wir etwas umgestalten und hoffen, dass wir bald wieder genügend Schüler in der Schule haben, damit sich der Pausen- und Mittagsverkauf auch wirtschaftlich rechnen kann.

Wir nähern uns dem Palmsonntag und der Karwoche, wir erleben in religiöser Erinnerung das dramatische Geschehen in Jerusalem mit, wir durchleiden und feiern Tod und Auferstehung des menschgewordenen Gottes. Vielleicht kann diese österliche Hoffnung auch in diesen Tagen tragen, zeigt sie uns doch, dass das Leben den Tod überwindet.

In diesem Sinne bereits jetzt –

Schöne Ferien und Frohe Ostern

Andreas Weber

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