Schulstiftung St. Benedikt

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Dreieinhalb Jahrzehnte an der Liebfrauenschule


- Verabschiedung von Christoph Fangmann und Clemens Wilhelm -

Nicht nur als Mitglieder der legendären Lehrer-Band „ULF-Brothers“ hinterlassen Christoph Fangmann und Clemens Wilhelm eine Lücke. Kurz vor den Osterferien wurden zwei Identifikationsfiguren der Liebfrauenschule in einer Feierstunde mit Kollegen, Familie und Freunden in den Ruhestand entlassen. Schulleiter Andreas Weber ehrte beide als Menschen, „born to be teachers“, die zum Kern der Schule gehören. Heinrich Blömer von der Schulstiftung St. Benedikt verlas einen Brief von Prof. Dr. Bölsker, Leiter der Abteilung Schule und Erziehung des Offizialats Vechta, in dem dieser den zu verabschiedenden Lehrkräften für ihr über den Fachunterricht hinausgehendes Engagement dankte.
Die große Verbundenheit beider Lehrer mit der Liebfrauenschule wurde in den Reden und Darbietungen deutlich, die sich die unterschiedlichen Fachgruppen, in denen sie tätig waren, haben einfallen lassen.
Christoph Fangmann, seit 35 Jahren am ULF und seit 1988 als Obmann im Fach Chemie tätig, unterrichtete die Fächer Biologie und Chemie, arbeitete sich in früher Pionierarbeit in die Informatik ein und kümmerte sich um die Digitalisierung an der Schule. Von seinen Biologie-Kollegen wurde seine Spezies näher beschrieben, wobei man zu dem Schluss kam, dass der „homo sapiens sapiens fango“ eine neu zu entdeckende ökologische Nische besetzen werde. Dass zwischen Fangmann und seinen Schülern die Chemie stimmte, wurde in der Rede seiner Nachfolgerin als Fachobfrau Andrea Knorr deutlich. Sie zog einen amüsanten Vergleich zwischen dem Chemieunterricht früher und heute und zeigte Videos mit herzlichen Grußbotschaften von ehemaligen Schülern.
Clemens Wilhelm unterrichtet seit 34 Jahren am ULF die Fächer Englisch und Katholische Religion. Die rheinische Frohnatur aus Bingen wünschte sich bereits im Bewerbungsschreiben, Dinge in Bewegung zu bringen, was ihm durch sein Engagement auch gelang. Bedeutung für die gesamte Schulgemeinschaft erlangte z.B. die Unterstützung des „Hogar San Rafael“, ein nachhaltiges Projekt zur Hilfe zur Selbsthilfe in Honduras.
Die Englisch-Fachschaft verabschiedete sich mit einem „Dinner for Clementine“, in dem seine Vorliebe für Shakespeare und guten Wein miteinander verbunden wurden.
Im Fach Religion stand Wilhelm für die lebendige Verkündigung. Er zeigte ein gutes Gespür für den sich wandelnden Lebensstil der Menschen, probierte stets etwas Neues aus und machte sich mit seiner Geradlinigkeit stark für seine Überzeugungen.
Die Schulgemeinschaft verabschiedete mit Fangmann und Wilhelm zwei sehr beliebte, fachlich kompetente und streitbare Kollegen, die mit ihrer Erfahrung und mit ihrem Weitblick fehlen werden.
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