Schulstiftung St. Benedikt

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Was bedeutet uns Europa?


- Vortrag: "60 Jahre Römische Verträge" -

Heute erscheint es in den Zeiten der Orbans, Erdogans und des Brexits wichtiger denn je sich Gedanken darüber zu machen, welchen Stellenwert ein geeintes Europa für uns hat. Die Europäische Union ist nicht vom Himmel gefallen, sondern sie ist mit schweren Geburtswehen entstanden und bedurfte zunächst den schweren Weg über zwei Weltkriege, in denen sich die beiden europäischen Staaten Frankreich und Deutschland - nicht zum ersten mal - feindlich gegenüberstanden. Ein Zurück in diese Zeit wünscht sich niemand. Umso mehr ist es eine Verpflichtung, sich mit der europäischen Idee auseinanderzusetzen. Dies taten die Oberstufenschüler des 11. und 12. Jahrgangs am 11.12.2017 während des anschaulichen Vortrags von Ingo Espenschied.
In seinem Vortrag skizzierte Espenschied den langen Weg zur Europäischen Union, so wie wir sie heute kennen, und zeigte auf, welche Bedeutung und welche Vorzüge dieses weltweit einmalige Konstrukt hat, das mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 60 Jahren ihren Start nahm. In einem von Espenschied eigens entwickelten Format, dem DokuLive, kommentierte der Vortragsprofi dabei ständig wechselnde Fotos, Grafiken und Schaubilder, die hin und wieder durch anschauliches Filmmaterial unterfüttert wurden. So gelang es dem Journalisten, die Schülerinnen und Schüler auf eine Zeitreise mitzunehmen von den Zeiten Karls des Großen bis hin zum Europa der 28, wie wir es heute kennen. Am Ende stand die kritische Betrachtung und Würdigung und die Frage, wie wir diese Idee, die in den Römischen Verträgen vor 60 Jahren ihren Ausgang nahm, weiter bewahren und befördern können. Eingebettet war diese Veranstaltung in den Kursunterricht der vier Politikkurse.

Ingo Espenschied – Journalist, hat in Mainz, an der Pariser Sorbonne und an der London School of Economics Internationale Politik studiert und gilt als ausgewiesener Experte für deutsch-französische und europäische Beziehungen.
Mit dem von ihm entwickelten Doku-Live Format hat der Vortragsprofi ein neues, innovatives Genre im Bereich der Politischen Bildung begründet, das über die Grenzen Deutschlands hinaus auf Anerkennung gestoßen ist.
Des Weiteren war Peter Helge Ippensen anwesend, der als Mitarbeiter im Europa-Büro beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems verantwortlich für die Finanzierung dieses Vortrags zeichnet. Dieses Büro setzt die Europapolitik der Niedersächsischen Staatskanzlei in der Region um, unterstützt europapolitische Maßnahmen und Projekte des Landes und fördert das Europabewusstsein in der Bevölkerung. Es arbeitet fachlich eng mit der Europaabteilung der Staatskanzlei und dem Europäischen Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen zusammen.
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