Schulstiftung St. Benedikt

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Leseabend stimmt auf gemütliche Adventszeit ein


70 Fünftklässler der Liebfrauenschule Cloppenburg kommen abends zum Lesen in die Schule

Bepackt mit Matten, Kissen und Decken kamen die Schülerinnen und Schüler, die seit August das Gymnasium besuchen, am Abend in der Liebfrauenschule an und konnten es kaum erwarten, sich in den vorbereiteten Räumen gemütlich einzurichten. Zu Beginn durften sie sich zwischen drei Büchern entscheiden, die ihnen im Laufe des Abends von zwei Lehrkräften sowie Schülerinnen der höheren Jahrgänge vorgelesen wurden.
In dem Jugendbuch „Apfelkuchen und Baklava“ von Kathrin Rohmann geht es um die Freundschaftsgeschichte von Max, einem Jungen aus einer ländlichen Gegend in Deutschland, und Leila, einem syrischen Flüchtlingsmädchen, das eine neue Heimat sucht, sich dennoch sehr nach ihrem Land und ihrer dort verbliebenen Familie sehnt. Beeindruckt von dem einfühlsam beschriebenen Kennenlernen der beiden jugendlichen Hauptfiguren, konnten sich die Schüler dank des bereitgestellten Kartenmaterials einen Überblick über die zurückgelegte Reise des Mädchens verschaffen. Die Verkostung von Baklava, einem süßen orientalischem Gebäck, ermöglichte zudem einen kulinarischen Zugang zu dem Gehörten.
Dass es nicht immer ganz reibungslos verläuft, wenn neue Nachbarn in eine alt eingesessene Nachbarschaft ziehen, konnten die Fünftklässler in dem Buch „Paul Vier und die Schröders“ von Andreas Steinhöfel erfahren. Die vier Schröder-Kinder sind ganz anders als alle anderen, wirken ein wenig verrückt aufgrund ihrer unterschiedlichen Eigenschaften und Fähigkeiten. Der Protagonist Paul freundet sich gegen den Willen seiner Eltern schnell mit den Nachbarskindern an und stellt fest, wie liebenswert diese verrückte Familie ist, die die gesamte Straße aufmischt. Im anschließenden Gespräch über das Gelesene wurde schnell klar, dass es sich mit weniger Vorurteilen gegenüber anderen Menschen viel leichter leben ließe.
In „Die tollkühnen Abenteuer von JanBenMax“ von Zoran Drvenkar erleben drei Geschwister immer dann Abenteuerliches, wenn die Eltern nicht zu Hause sind. Auch diesen kurzen Geschichten lauschten die Schülerinnen und Schüler gebannt.
Kurze Pausen, in denen sich die Schülerinnen und Schüler mit Tee und Keksen stärken konnten, gaben die Möglichkeit, selbstständig in der Bibliothek zu stöbern und sich über das Gehörte auszutauschen.
Das Spiel „Märchen-Tabu“, in dem Märchenkenntnisse unter Beweis gestellt werden konnten, und eine kurze Adventsgeschichte rundeten den gelungenen Abend ab und stimmten auf die kommende Adventszeit ein.
Lesen und Vorlesen ist ein wichtiger Bildungszugang. Die Freude daran bewiesen die Schülerinnen und Schüler, die der Einladung in die Liebfrauenschule so zahlreich gefolgt sind.

(Text: Martina Bramlage)
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