Schulstiftung St. Benedikt

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Wenn Engel reisen …


Französisch-Schülerinnen und -Schüler des Jahrgangs 8 in Evreux
- Ein Schülerbericht von Johanna Speckmann, Livia Timmermann und Gia-May Kuper -

Für die Schule berichten die drei Schülerinnen der Liebfrauenschule von ihren Erlebnissen beim Schüleraustauch in Evreux.

Am Montag begann unsere achttägige Reise nach Évreux – acht Tage voller Programm:

Tag 1, Montag: eine lange Busfahrt mit unendlich viel Süßigkeiten und das spannende erste Zusammentreffen mit den Familien. Wie finde ich überhaupt meine Familie? Werden die Leute nett sein? Wie werde ich untergebracht sein?

Tag 2, Dienstag: Stadtrallye mit den „Franzosen“ in Rouen und ein Bowling-Abend. Das hat wirklich allen Spaß gemacht, etwas zusammen zu unternehmen, nicht nur mit dem Austauschpartner, sondern auch mit allen anderen (denn man hat gemeinsam etwas unternommen und musste aber nicht die ganze Zeit reden)

Tag 3, Mittwoch: ein Besuch in der Schule. Hier ist so einiges anders. Das werdet ihr aber selber sehen… Nur so viel wollen wir verraten: hier gehen auch schon Kindergartenkinder in die Schule.

Tag 4, Donnerstag: Der Tag in Honfleur hat uns allen besonders gut gefallen, da wir in diesem wirklich hübschen Städtchen mit echt französischen Charme auch Zeit zur eigenen Verfügung hatten. Außerdem haben wir noch eine Stadtführung in Le Havre gemacht.

Tag 5, Freitag: Deutsch-Französisches Projekt in der Schule. Das heißt, wir basteln, schreiben und tauschen uns in beiden Sprachen zusammen aus. Zur Belohnung gibt es Schokolade im Chocolatrium in Damville.

Tag 6 und 7, Samstag und Sonntag: Jede Familie hat das Wochenende mit ihrem Austauschschüler anders verbracht. Ein Besuch an einem schönen Ort, von Zoo bis Paris oder Disneyland oder Versailles, war alles dabei.

Tag 8: Rückfahrt, die genauso endlos lange war wie die Hinfahrt. Ohne unsere Handies hätten wir es nicht überlebt.

Diese ganze Reise hat uns natürlich schon vorher beschäftigt. Unsere Reise haben wir mit viel Vorfreude, aber auch Angst begonnen. Angst hatten wir vor der Verständigung, da wir erst seit 2 Jahren die neue Fremdsprache erlernen. Unsicher waren wir uns auch, was das unbekannte französische Essen, die gemeinsamen Abende und Wochenenden mit der Familie und mögliche peinliche Situationen betrifft. Wir können jetzt jedoch sagen, dass der Großteil der Ängste überflüssig oder zumindest übertrieben war:

  • Die Verständigung war nicht so ein großes Problem wie vorher erwartet, da man es irgendwie immer geschafft hat, sich mit einer Mischung aus Englisch, Deutsch, Französisch und Körpersprache auszudrücken und man oftmals seinen Wortschatz unterschätzt hat. Es hilft trotzdem, sich im Voraus Gedanken über einige Formulierungen zu machen und Sätze sowie Vokabeln zu wiederholen.

  • Das Essen war so gut wie immer lecker, (Außnahme: Wenn es Fleisch gibt, sag am besten ,,Pas rouge´´, sonst bekommst du noch rohes Fleisch). Jedoch gab es immer Vor-, Haupt- und Nachspeise, auch bei der Ankunft, weswegen ihr nicht zu viel im Bus essen solltet.

  • Eure Familie wird sich für das Wochenende und die gemeinsamen Abende bestimmt etwas vornehmen, dann kommt auch keine Langeweile auf.

  • Jedem passiert mal etwas Peinliches und das kann auch jeder nachvollziehen, nehmt solche Situationen deswegen einfach mit Humor.

Kleine Tipps, die uns geholfen hätten:

Da das Wetter in Frankreich sehr wechselhaft sein kann, ist es zu empfehlen, sowohl dicke, als auch dünne Kleidung einzupacken. Da man in der französischen Schule keine Hosen mit Löchern tragen darf, solltet ihr auch in der Schule auf eure Kleiderwahl achten.

Als Geschenk für die Austauschfamilie eignen sich Pralinen immer gut und die Austauschpartner freuen sich über deutsche Süßigkeiten.

Insgesamt können wir euch auf jeden Fall raten, an der Reise teilzunehmen. Man sammelt tolle Erfahrungen, macht schöne Ausflüge, lernt neue Städte und die französische Kultur kennen und schließt neue Freundschaften. Das Französisch wird besser und man fühlt sich beim Sprechen immer sicherer. Nach der Reise werdet ihr auf jeden Fall stolz auf euch sein, dass ihr an dem Austausch teilgenommen habt und werdet euren Familien sicher von vielen tollen Erlebnissen berichten können.

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