Schulstiftung St. Benedikt

Login



Delirant isti Romani


Trierfahrt der Lateiner Jahrgang 8

Oder sind es nur die Lateinlehrenden und -lernenden, die spinnen, weil sie sich noch ca. 2000 Jahre nach der Blütezeit der römischen Republik auf die Spuren dieser „Welteroberer“ begeben?
Jedenfalls machte sich einen kleine Kohorte von 39 Schülerinnen und Schülern mit drei Lehrpersonen auf, einige wichtige ehemalige römische Stützpunkte bei den Kelten und Germanen zu besuchen.

Zunächst wurde Xanten angefahren, wo die Reisenden einen ersten Einblick in das Leben einer von Römern geplanten und organisierten Kleinstadt bekamen. Die Aspekte reichten vom roten Fugenstrich wichtiger Bauten über das Machen von Geschäften in Latrinen und Badeanstalten bis hin zu Kämpfen von Gladiatoren und wilden Tieren im Amphitheater.

Vom Niederrhein ging es weiter Richtung Mosel und Sauer. „Stützpunkt“ für die weitere Spurensuche war die Jugendherberge in Echternach (LUX), die besonders durch ihre Lage an einem See und ihre sportlichen Angebote besticht. Dort probierten die Schülerinnen und Schüler auch unter professioneller Anleitung ihr Geschick an der Kletterwand aus. Einige zeigten dabei derartiges Können, dass sie sicherlich eine römische Wallanlage hätten angreifen können ;-) .

In der ältesten Römerstadt Deutschlands wurden selbstverständlich die sog. großen Römerbauten besichtigt und einander in Form von Referaten erklärt: die Kaiserthermen, die Basilika, das Amphitheater und die Porta Nigra. Die lange, wechselvolle Geschichte derselben wird wohl aufgrund der Erlebnisführung mit einem selbstbewussten römischen Centurio am nachhaltigsten in Erinnerung bleiben: Alle ehemals skeptischen Germanen wurden zu begeisterten Anhängern römischer Lebensart und -kultur und wären für „ihren Centurio“ durchs Feuer gegangen.

Ein Besuch im Rheinischen Landesmuseum mit Erläuterungen zum Trierer Stadtmodell, zur Gräberstraße, zum Goldmünzenfund und zu beeindruckenden Mosaiken unterstrich diese Eindrücke.

Abgerundet wurde die Erkundung von Treveris durch eine appgesteuerte Stadtrallye. Hier war nicht nur das „erlaufene“ Wissen gefragt, sondern auch Kreativität und Zusammenarbeit: Gruppenname, Gruppenfoto und die Präsentation eines Liedes, Sketches o.ä. zeigten die aktive Auseinandersetzung mit dem Erlebten und die jeweilige Gruppendynamik.

Waren die jungen Germanen noch bei Regen in Cloppenburg gestartet, so stand ihre Reise spätestens nach der Rekrutierung durch den Centurio in der Gunst des Sonnengottes. Die Stadt Luxemburg mit ihren Festungsanlagen wurde bei herrlichem Sonnenschein und in nahezu drei Zeitstunden zu Fuß erkundet, was zu keinem Zeitpunkt als anstrengend empfunden wurde. Natürlich lockte anschließend wieder die „Amerikanische Botschaft“ ;-) .

Die große Energie der Schülerinnen und Schüler zeigte sich auch in den anschließend noch stattfindenden Volleyball- und Fußballspielen.

Erst am Rückreisetag schien sich die Müdigkeit ein wenig breit zu machen, dennoch waren alle Beteiligten auch beim Besuch der Sonderausstellung „Triumph ohne Sieg“ im Römermuseum in Haltern am See noch sehr aufmerksam.

Allen Mitfahrenden und natürlich auch besonders dem Busfahrer gilt ein herzliches Dankeschön für diese schönen, erlebnisreichen gemeinsamen Tage.

Fazit: Es macht Spaß sich auf diese Römer einzulassen, die zwar manchmal zu spinnen scheinen, die uns aber auch vieles an Kultur dagelassen haben.

Home