Schulstiftung St. Benedikt

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Exkursionsbericht der Brüssel-Fahrt des Seminarfaches „Europäische Integration“


Ein Schülerbericht von Fabian Müller

Am 23. August ging es für die zehn Mädchen und elf Jungen des Seminarfaches „Europäische Integration“ sowie dem Seminarleiter Herrn Dominic Hermes und der Exkursionsbegleitung Frau Katja Schade vom Cloppenburger Bahnhof los, um sich auf eine Exkursion in Richtung der politischen, aber in vielerlei Hinsicht auch kulinarischen, Hauptstadt Europas Brüssel zu machen.
Am Abend des selben Tages stand neben dem Bezug der Zimmer im Meininger Hostel eine erste Entdeckungstour durch die Innenstadt auf dem Programm, bei welcher das Grundnahrungsmittel der nächsten Tage bereits probiert werden konnte: Die legendären belgischen Pommes mit ihren leckeren, außergewöhnlichen Soßen.
Am nächsten Tag stand als erster Programmpunkt der Besuch der NATO Base „Shape“ auf der Tagesordnung, die in der Kleinstadt Mons stationiert ist.

Diese Basis ist der militärische Stützpunkt in Europa, der sich mit der Organisation der Einsätze befasst. Nach einem kurzen Fußmarsch über das Gelände wurde uns erklärt, was die NATO in heutiger Zeit noch für Aufgaben hat und wo sie überall im Einsatz ist. Der Vortrag war dabei so interessant, aber nicht einseitig, dass wir die Zeit beinahe vergaßen und schnell zurück nach Brüssel zu unserem nächsten Termin fahren mussten.
Diesen hatten wir bei der niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel, wobei diese nicht mit der Deutschen Botschaft oder ähnlichem zu verwechseln ist. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Außenstelle der Niedersächsischen Staatskanzlei, die diese über aktuelle Entwicklungen in Brüssel informiert und darüber hinaus versucht, regionalspezifische Wünsche mit in den Gesetzgebungsprozess einfließen zu lassen. In bestimmten Fragen stehen die Referenten auch beratend den Europaabgeordneten zur Seite.
Nach diesem anstrengenden Tagesablauf blieb für die 23 Besucher genug Freizeit, um sich auszuruhen und mit netten Leuten bei leckeren Speisen und Getränken den Abend ausklingen zu lassen.
Auch der nächste Tag brachte ein straffes Programm mit sich, weswegen es schon um 9.00 Uhr morgens zum Europäischen Parlament ging, durch welches wir eine Führung erhielten. Neben vielen Fotos konnten auch viele neue Erkenntnisse gewonnen werden, sodass der Besuch im Arbeitssitz der Europäischen Union immer in Erinnerung bleiben wird.
Von der Legislative ging es weiter zur Exekutive; der Kommission, wo wir ebenfalls einen Vortrag über die Arbeitsweise dieser anhören durften. Verbunden mit den gehörten Vorträgen der vorherigen Besuche konnte man spätestens jetzt die Arbeitsweise der Europäischen Union, in seiner ganzen Komplexität, besser verstehen und nachvollziehen.
Da man von Brüssel bisher nur den politischen und diplomatischen Aspekt begutachtet hatte, stand am Nachmittag dieses Tages eine Stadtführung auf dem Programm. In einer sehr langen und anstrengenden, aber sehr interessanten und gut erzählten Führung sahen wir Gebäude wie das belgische Königshaus, eindrucksvolle Kathedralen und die verschiedenen, aus unterschiedlichen Epochen stammenden Bauwerke am Grand Place, zu dem auch die große Börse zählt, die doch große Ähnlichkeit zum Reichstagsgebäude in Berlin besitzt.
Der Samstag unserer Exkursion stand ganz im Zeichen des kulturellen Erlebens der europäischen Hauptstadt. So stand als letzter, offizieller Programmpunkt nun die Fahrt zum Atomium an, von dem aus sich die Wege trennten.
Die bis zum späten Abend geltende Freizeit wurde genutzt, um das Atomium genauer zu betrachten, diverse Fotos zu machen, in den Einkaufsstraßen auf Shoppingtour zu gehen, ein letztes Mal Pommes zu essen, verschiedene Museen zu besichtigen oder dem belgischen König in seinem Palast einen Besuch abzustatten. Abends traf man sich allerdings wieder gemeinsam, um am Grand Place, einer der schönsten Kulissen Europas, den letzten Abend miteinander zu verbringen.
Der Abschied fiel den meisten am Sonntagmorgen schwer, hatte man Brüssel in der kurzen Zeit doch ein wenig ins Herz geschlossen. Einzig die Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler sowie Begleitpersonen an diesem Morgen ausschlafen durften, heiterte die Stimmung ein wenig auf. Die verbleibende Zeit bis zur Abreise wurde genutzt, um letzte Souvenirs für die „Daheimgebliebenen“ zu besorgen.
Die Rückfahrt stellte sich als ein besonderes Abenteuer heraus. Der IC, der uns eigentlich von Köln nach Osnabrück bringen sollte, fiel leider aus, stattdessen erschien ein Ersatzzug. Damit waren auch die Sitzplatzreservierungen hinfällig, was bei dem Betreten des total überfüllten Waggons schnell klar wurde. Da es weder vor noch zurück ging und die Fahrt relativ lange dauern würde, setzten wir uns in den Gang. Somit endete eine spannende und informative, aber auch anstrengende Reise, die uns allen aber großen Spaß gemach hat.
Letzten Endes sind aber alle wohlbehalten am Sonntagabend in Cloppenburg angekommen und wurden von unseren Familien freudig empfangen.

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